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Erkundungsreise
Wie bereits angedroht, sind Einar und ich gestern durch das Koblenzer Outback gestreift. Es war heiß, sehr heiß. Ich weiß nicht, wieviel Grad es waren, aber da kamen sicher einige zusammen. Auf 40 Kilometer habe ich über 3 Liter Wasser gebraucht.
Wir haben den uns empfohlenen Karmelenberg ( alias Hexenberg alias Schweinsberg) in Angriff genommen. Eine Qual. Einmal habe ich schieben wollen. Das ging nicht, weil dann sofort die Bremsen über mich hergefallen sind. Wusstet ihr, dass nur die Weibchen Blut saugen und die Männchen sich von Nektar ernähren? Das Weibsvolk mal wieder…Oben zerstochen angekommen (weil ich an Ende doch wieder schieben musste) saß ich bestimmt erstmal eine halbe Stunde im Schatten und habe pausiert.
Auf der anderen Seite des Berges bin ich wieder runter und dann immer der Nase lang. Hauptsächlich ging es durch Felder. Davon gibt es ja auch genug dort. Weit und breit kein Schatten. Dass sich meine skandinavische Haut keinen Sonnenbrand eingefangen hat verdanke ich wohl nur der guten Sonnencreme.
Gierig streifte ich durch die Ortschaften, aber nirgendwo gab es eine Eisdiele. Da lobe ich mir zum ersten Mal Köln, wo es alle 100 Meter einen Kiosk gibt. Ich bin dann in die Bäckerei mit der freundlichsten Verkäuferin überhaupt und habe danach mit meinem Rosinenbrötchen noch ein Päuschen im Häuschen auf den Feldern gemacht und den Bauern beim Einholen der Ernte zugeschaut. Nette Bauersjungen gibt es in der Gegend auch…
Glücklich und zufrieden sind Einar und ich dann wieder Richtung Heimat gefahren. Und ja, ich fahre immer noch meinen Besen spazieren. Ich habe einfach keinen Platz dafür in meinem Zimmerchen.
Allerdings musste ich feststellen, dass Einar mittlerweile ziemlich schmutzig ist. Gut geschmiert von seinem Erbauer ist nun das ganze Fett bei der Hitze (vor allem auch in meinem Auto) zerlaufen und zum Staubfänger mutiert. Wir sollten einmal einen Waschtag einlegen bevor wir weiterreisen Richtung Norden und im August nach Weidenthal…