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Home, sweet home!
Ihr erinnert euch, ich wollte meine alte Heimat noch einmal befahren und mich mit Einar austoben. Und das ist mir auch gelungen!
Ich bin extra eine halbe Stunde früher angereist um mir bei meinem Lieblingsbäcker (den es in Köln scheinbar nicht gibt) ein Piratenbrötchen zu holen und zu Frühstücken. Im Wald auf der Bank. Es war herrlich. Das Brötchen, die Stille, das Wetter, die Vorfreude…
Einar und ich haben der Sonne beim Aufgehen zugesehen…
Eigentlich wollte Kurt uns ja begleiten. Das hat nicht so ganz funktioniert. Also haben wir alkoholhaltige Flüssigkeiten ausgetauscht und unsere gemeinsame Ausfahrt aufgeschoben. So bin ich mit Sven alleine los und den Ho Chi Mingh runter. Und dann ging es spontan Richtung Wahlscheid. Dort versammelten sich 10 andere Mountainbiker denen wir uns angeschlossen haben. Zumindest für einen Teil der Strecke. Ich habe ein paar alte, aber auch ein paar dumme Gesichter gesehen. Erstes dummes Gesicht: “Oh, Du kommst mit Starrgabel?” Ja mei, ich hatte untertrieben, die hatten übertrieben. Das hier bei uns ist nicht gerade die Gegend wo man unbedingt ein schweres Fully braucht, die dicksten Reifen und die größten Bremsscheiben. Naja, aber ich glaube, je schwerer das Rad, desto größer das Geschlechtsteil oder wie war das?
Zweites Dummes Gesicht: “Du fährst heute nur mit einem Gang?”
Am ersten Berg stellte ich dann fest, dass es kontraproduktiv für einen Singlespeeder ist, wenn er hinter anderen einen langen Berg hochfahren muss, wo alle scheinbar mit einem Schneckentempo im kleinsten Gang hocheiern. Ich hatte das Gefühl, da mit ebenso einem Schneckentempo hochzufahren sei anstrengender als etwas zügiger fahren zu können. Ich habe mir aber verkniffen mich an den anderen vorbeizuquetschen und sie zu überholen. War ich mit Einar doch schon genug aufgefallen in der Gruppe. Aber irgendwann kam dann doch das dritte dumme Gesicht, als Einar und ich dann an den Zurückfallenden vorbei sind… *kleinlaut* am Ende habe ich dann doch geschoben.
Viertes dummes Gesicht: “Wofür hast Du eine Wäscheklammer am Rad?” - ”Um während der Pause mein nasses Trikot aufhängen zu können.”
Irgendwann haben wir uns dann wieder verabschiedet und sind wieder alleine in die andere Richtung weitergefahren. Nach ca. 30 km kamen wir wieder am Startpunkt an. Aber heim wollte ich noch nicht. Also sind wir noch ein wenig weitergefahren. Durch die Walnussallee…
…runter zur Talsperre.
Ich wäre am liebsten reingesprungen!!
So sind wir dann also noch, wie eigentlich geplant, ein wenig an der Talsperre entlanggefahren. Danach war ich am Ende, aber glücklich. 51 km sind es noch geworden.
Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck sind wir dann wieder nach Köln gefahren…
Findet ihr nicht auch, dass meine Augenfarbe hervorragend zu der des Trikots passt? ;)